Zusatzbeiträge Krankenkassen: City BKK und BKK Heilberufe stehen vor der Pleite
Ungefähr 300.000 Versicherte von den Insolvenzen betroffen
Zwei gesetzlichen Krankenkassen droht offensichtlich die Insolvenz – die Krankenkassen City BKK und die BKK Heilberufe sind einem aktuellen Bericht von “Spiegel Online” zufolge in Schieflage geraten. Für die Mitglieder dieser gesetzlichen Krankenkassen sind die Folgen im Moment zwar gering, doch das derzeitige Finanzloch legt die gewaltigen Probleme des deutschen Gesundheitswesens eindrucksvoll offen.
Die beiden Betriebskrankenkassen BKK Heilberufe und die City BKK haben am Donnerstag dieser Woche dem Bundesversicherungsamt eine eventuelle Überschuldung in dem laufenden Jahr gemeldet. Dem aktuellen Bericht zufolge sind von der Pleite der beiden gesetzlichen Krankenkassen wohl mindestens 300.000 Versicherte betroffen. “Die Meldung ans Bundesversicherungsamt ist Teil eines Frühwarnsystems”, teilte eine zuständige Sprecherin des Verbands der deutschen Betriebskrankenkassen Christine Richter der Internetseite am heutigen Donnerstag mit.
Die zuständige Behörde muss jetzt in den kommenden Tagen prüfen ob der Liquiditätsengpass unter Umständen heilbar ist oder ob die Existenz der gesetzlichen Krankenkasse doch gefährdet ist, denn gesetzliche Versicherungen dürfen in der Bundesrepublik Deutschland keine Schulden machen.”Im Fall der Fälle würden aber andere Kassen mit Finanzhilfen einspringen oder es käme zu Fusionen”, teilte Richter dem aktuellen Bericht zufolge am Donnerstag weiter mit.
Der Versicherungsschutz der Versicherten sei auf keinen Fall bedroht. Die Mitglieder der gesetzlichen Krankenkassen könnten sich auch nach der eventuellen Einleitung eines Insolvenzverfahrens auf jeden Fall ohne größere Probleme eine neue Krankenversicherung suchen.
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Kategorie: Gesetzliche Krankenversicherung
