Zusatzbeiträge: BKK City droht Schließung zum 1. September
Verhandlungen über einen letzten eventuellen Rettungsversuch
Hamburg. Nach Einführung des Gesundheitsfonds in Deutschland steht nun unter Umständen die erste gesetzliche Krankenkasse vor der eventuellen Schließung. Das Nachrichtenmagazin “Der Spiegel” berichtete in seiner aktuellen Ausgabe, das zuständige Bundesversicherungsamt und das Bundesgesundheitsministerium hätten sich im Vorfeld darauf verständigt, die City BKK zum 1. September des laufenden Jahres zu schließen. Die gesetzliche Krankenkasse habe 2009 und im laufenden Jahr ungefähr 50 Millionen Euro Schulden angehäuft.
Der zuständige Vorstandschef der City BKK, Herbert Schulz, wurde nach “Spiegel”-Informationen in der Zwischenzeit bereits gefragt, zu welchem Preis er zu einem Rücktritt bereit wäre. Der Vorstandsvorsitzende des BKK-Landesverbands des süddeutschen Bundeslandes Baden-Württemberg, Konrad Ehing, rechnet bei einer Schließung der Krankenkasse City BKK mit Kosten von ziemlich genau 150 Millionen Euro, die dann innerhalb des BKK-Systems entsprechend umgelegt werden müssen. Ehing befürchtet aus diesem Grund, dass von der Schließung der City BKK ein sogenannter Dominoeffekt für andere gesetzliche Krankenkassen ausgehen könne.
Am heutigen Donnerstag treffen sich dem aktuellen Bericht zufolge mehrere Vertreter des BKK-Systems, um über einen allerletzten Rettungsversuch für die City BKK zu unternehmen. Dazu müssten die Betriebskrankenkassen laut Ehing ungefähr 50 Millionen Euro freiwillig zur Verfügung stellen.
Ähnliche Beiträge:
Tags: BKK, BKK City, Gesetzliche Krankenkassen, Insolvenz, Krankenkasse, Krankenkassen, Topnews, Zusatzbeitrag, Zusatzbeiträge
Kategorie: Gesetzliche Krankenversicherung
