Zusatzbeiträge 2011: Nur Barmer GEK und Techniker Krankenkasse ohne Zusatzbeitrag
Nur die Barmer GEK und die Techniker Krankenkasse schließen Zusatzbeitrag für 2011 definitiv aus
Eigentlich sollte die Beitragsanpassung in der Gesetzlichen Krankenversicherung im kommenden Jahr verhindern, dass die gesetzliche Krankenkassen Zusatzbeiträge brauchen. Vertreter der gesetzlichen Krankenkassen wollen und können das offensichtlich aber nicht versprechen.
Trotz der guten Konjunktur in der Bundesrepublik Deutschland drohen im kommenden Jahr Zusatzbeiträge bei weiteren gesetzlichen Krankenkassen. Diese aktuelle Prognose gab der zuständige Verband der Ersatzkassen (VDEK) am Donnerstag der laufenden Woche ab. “Höhere Beitragseinnahmen fließen nur in den Gesundheitsfonds und kommen bei uns nicht an”, teilte der amtierende VDEK-Vorsitzende Thomas Ballast der Berliner Tageszeitung “Tagesspiegel” vom heutigen Freitag mit. Im gleichem Atemzug kämen deutlich mehr Kosten für niedergelassene Mediziner , Zahnärzte und Krankenhäuser auf die Krankenkassen zu. Dies könne in erster Linie “dazu führen, dass die gesetzlichen Krankenkassen im kommenden Jahr mehr Zusatzbeiträge verlangen müssen als bisher”, betonte Ballast.
Dank Beitraganpassung brauchen Krankenkassen “eigentlich” keinen neuen Zusatzbeitrag
Bis zum heutigen Tage hieß es, dass die gesetzlichen Krankenkassen dank der Beitragserhöhung um genau 0,6 Prozentpunkte im nächsten Jahr wahrscheinlich keine neuen zusätzlichen Beiträge von ihren Versicherten verlangen müssten. Im Moment verlangen neun gesetzliche Krankenkassen– darunter die Deutsche Angestellten Krankenkasse (DAK)und die KKH-Allianz – von ihren Versicherten zusätzlich mindestens acht Euro pro Monat, drei weitere Krankenkassen ein Prozent des monatlichen Bruttoeinkommens.
Doch wegen der von der schwarz-gelben Bundesregierung vereinbarten Änderungen an der geplanten Gesundheitsreform entstehe jetzt eine vollkommen eine neue Situation, erklärte Ballast der Berliner Zeitung weiter. Die deutschen Krankenhäuser bekämen einen entsprechenden Nachschlag von ziemlich genau 400 Millionen Euro, die niedergelassenen Mediziner etwa 120 Millionen und die Zahnärzte ungefähr 27 Millionen Euro. Dieses Geld müssten die gesetzlichen Krankenkassen aufbringen, erhielten allerdings dafür keine höheren Zuweisungen aus dem entsprechenden Gesundheitsfonds.
In erster Linie soll es 2011 für Ortskrankenkassen eng werden
Nach aktuellen Informationen des Berliner “Tagesspiegel” könnte es im kommenden Jahr in erster Linie für einige Ortskrankenkassen eng werden. “Wir gehen ohne Zusatzbeiträge ins Jahr 2011, können aber nicht versprechen, das ganze Jahr ohne auszukommen“, erklärte eine zuständige Sprecherin der AOK in dem Bundesland Bayern. Auch die AOK der Region Berlin-Brandenburg, die zum Beginn des kommenden Jahres mit der AOK Mecklenburg-Vorpommern zur AOK Nordost fusionieren will, gibt zum jetzigen Zeitpunkt noch keine Ganz-Jahres-Garantie. Man müsse das in erster Linie von der Reformumsetzung abhängig machen, so die Krankenkasse in einer Stellungnahme. Die beiden großen Krankenkassen Barmer GEK und Techniker Krankenkasse dagegen schließen Zusatzbeiträge für das kommende Jahr auf jeden Fall aus.
Das deutsche Gesundheitsministerium erklärte in einem aktuellen Bericht, die Mitglieder der Gesetzlichen Krankenversicherung würden sich “sehr genau ansehen, welche Krankenkassen sich wie verhalten”. Insgesamt sei die gesetzliche Krankenversicherung im nächsten Jahr allerdings sehr gut durchfinanziert. Im Durchschnitt sei bei den gesetzlichen Krankenkassen kein Zusatzbeitrag nötig.
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Tags: AOK, Barmer GEK, BKK, DAK, Techniker kRankenkasse, Topnews, Zusatzbeitrag, zusatzbeitrag 2011
Kategorie: Gesetzliche Krankenversicherung, News, Private Krankenversicherung

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