Zusatzbeitrag Krankenkasse: Ein Wechsel nicht wirklich lohnende
Nur die gesetzlichen Krankenkassen AOK Rheinland/Hamburg in diesem Jahr auf jeden Fall ohne Zusatzbeitrag
Die ersten gesetzlichen Krankkassen in der Bundesrepublik Deutschland haben nun zusätzliche Beiträge für ihre Versicherten angekündigt. Bereits ab Februar des laufenden Jahres fordert die Deutsche Angestellten Krankenkasse (DAK) von ihren mehr als 4,6 Millionen Versicherten genau acht Euro monatlich mehr.
Fast genauso verhält es sich bei der westdeutschen BKK Westfalen-Lippe, der BKK Gesundheit und der AOK des norddeutschen Bundeslandes Schleswig-Holstein, die ab Februar oder März des laufenden Jahres ebenso acht Euro im Monat Monat zusätzlich zum monatlichen Krankenkassenbeitrag von ihren Mitgliedern verlangen. Im Laufe des weiteren Halbjahres folgt diesem Beispiel in erster Linie auch die gesetzliche Krankenkasse KKH Allianz.
Nur wenige gesetzliche Krankenkassen wie zum Beispiel die AOK Rheinland/Hamburg wollen im aktuellen Jahr Jahr auf die Erhebung vollständig verzichten. Experten gehen jedoch in der Zwischenzeit davon aus, dass spätestens bis zum kommenden Jahr alle gesetzlichen Krankenkassen mehr Geld von ihren Mitgliedern fordern werden.
Kritik an der aktuellen Beitragserhebung und der Belastung für Versicherte der gesetzlichen Kassen übten die entsprechenden Wohlfahrtsverbände. Als vollkommen unsozial und einen schmerzhaften Betrag vor allem für viele Pensionäre bezeichnete Ulrike Mascher, zuständige Präsidentin des deutschen Sozialverbandes VdK, die aktuelle Maßnahme gegenüber der “Frankfurter Rundschau”.
Aufgrund der Erhöhung haben Versicherte in der Bundesrepublik Deutschland das Recht, kurzfristig die gesetzliche Krankenkasse zu wechseln. Davon rät die Unabhängige Patientenberatung in der Bundesrepublik Mitglieder der Krankenkassen jedoch ab, da voraussichtlich alle gesetzlichen Krankenkassen im Verlauf diesen Jahres einen zusätzlichen Beitrag zwischen sechs und maximal acht Euro erheben werden.
Ein Wechsel zu einer anderen Kasse würde aus diesem Grund lediglich eine Einsparung von wenigen Euros einbringen – für viele betroffene Krankenkassen Mitglieder ein nicht lohnender Aufwand. Desweiteren könnte ein Wechsel vieler Versicherten zu einer weiteren Schieflage führen, die die zusätzlichen Beiträge höher ausfallen lassen könnte als bis zum jetzigen Zeitpunkt angekündigt.
