Welt-Nichtraucher-Tag 2010: 1,7 Millionen Kinder sind Passivraucher
Nur 70 Prozent geben in der Schwangerschaft das Rauchen auf – weitere 70 Prozent fangen schon im ersten Jahr nach der Geburt wieder an zu rauchen
Ziemlich genau 1,7 Millionen Kinder in der Bundesrepublik Deutschland müssen Tag Tag zu Hause Zigarettenrauch passiv einatmen. Das haben Forscher vom Deutschen Krebsforschungsinstitut jetzt eindeutig nachgewiesen.
Die deutschen Wissenschaftler erklärten in einem aktuellen Bericht auch, dass die betroffenen Kinder in vielen Fällen krank werden. Ihre Lungen werden von dem giftigen Rauch angegriffen, sie bekommen schwere Mittelohrentzündungen und desweiteren auch Asthma. “Kinder sind nicht nur zu Hause, sondern auch an weiteren Orten nur unzureichend vor den gefährlichen Schadstoffen des Tabakrauchs geschützt”, teilte die deutsche Krebsexpertin Martina Pötschke-Langer, vor dem Weltnichtrauchertag am Montag der kommenden Woche mit. An dem besagten Tag wird auf der ganzen Welt daran erinnert, dass Personen durch das Rauchen schneller den Tod finden können.
Kinder sind in vielen Fällen besonders stark durch passives Rauchen gefährdet, wenn ihre Eltern zum Beispiel in ihrem Pkw eine Zigarette rauchen. An diesem Ort könne die Luft kann so verqualmt sein wie in verrauchten Kneipen oder Gaststätten, so die Wissenschaftler weiter.In Gefahr sind außerdem auch noch nicht geborene Kinder im Leib der Mutter. Lediglich ein Viertel der schwangeren weiblichen Raucher geben ihr Laster während der Schwangerschaft auf. Ziemlich genau 70 Prozent fangen bereits im ersten Jahr nach dem das Kind geboren wurde wieder an zu rauchen.
