Studie: Einsame Menschen haben geringere Lebenserwartung
Einsamkeit so schädlich wie Rauchen und Fettsucht
Einsamkeit ist laut einer aktuellen Untersuchung ungefähr so schädlich wie Rauchen oder die Sucht nach fetten Essen. Mediziner und weitere Gesundheitsexperten sollten aus diesem Grund das soziale Umfeld ebenso ernst nehmen wie den Konsum von Tabak, Ernährung und nicht zuletzt auch Sport. Das schließen Wissenschaftler aus einer Analyse von mindestens 148 Untersuchungen zum Sterberisiko, die Daten von mehr 300.000 Personen in erster Linie in westlichen Ländern erfassten.
Der aktuellen Studie zufolge haben Personen mit einem guten bis sehr guten Freundes- und Bekanntenkreis eine um fast 50 Prozent höhere Überlebenswahrscheinlichkeit als Personen mit einem eher geringen sozialen Umfeld. Der Effekt sei in ungefähr so groß wie der vom Rauchen, und der Effekt übertreffe viele weitere Risikofaktoren wie zum Beispiel Übergewicht oder der Mangel an Bewegung.
Die Wissenschaftlerin Julianne Holt-Lunstad von der Brigham Young University im US-amerikanischen Bundesstaat Utah und Kollegen präsentieren ihre entsprechenden Daten im bekannten Fachjournal “PLoS Medicine”. Die aktuelle Untersuchung hatten die Probanden im Schnitt über mehr als 7,5 Jahre hinweg detailliert beobachtet. Der Effekt blieb auch weiterhin bestehen, auch wenn man Alter, Geschlecht und sozialen Status berücksichtigte, so die Wissenschaftlerin in dem aktuellen Bericht.
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