Sommergrippe nicht gleich mit Antibiotika behandeln
Antibiotika hilft nur gegen Bakterien nicht gegen Viren
Die Nase will nicht aufhören mit laufen, der Hals kratzt und schmerzt und das alles trotz sommerlicher Hitze: Ein grippaler Infekt oder eine Bronchitis sollte allerdings nicht in jedem Fall immer gleich mit entsprechender Antibiotika behandelt werden.
Solche auch in der warmen Jahreszeit typischen Erkrankungen werden in den meisten Fällen von Viren ausgelöst, gegen die in erster Linie nur sogenannte Virustatika helfen, teilt Wolfgang Wesiack vom Berufsverband Deutscher Internisten in der hessischen Stadt Wiesbaden mit. Werden trotzdem Antibiotika von dem behandelnden Mediziner eingesetzt, könnten diese nur gegen Bakterien wirksamen Arzneimittel mehr schaden als nutzen: Möglich seien unter anderem Allergien oder Nebenwirkungen wie zum Beispiel Probleme mit dem Magen, Durchfall, Empfindlichkeit gegen Sonnenlicht sowie Nieren- und Leberschäden.
Um welche Art einer Infektion der Atemwege es sich dann auch immer handeln mag, lässt sich in erster Linie am abgehusteten Sekret bestimmen: Ist das Sekret durchsichtig oder weiß, sind Viren der Auslöser der momentanen Krankheit. Darauf weist auch sehr rasch ansteigendes, hohes Fieber hin, so der Mediziner weiter. Ist das Sekret allerdings grünlich oder gelblich, sind in jedem Fall Bakterien schuld. In diesem Fall steigt das Fieber allerdings sehr langsam an.
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