Private Krankenversicherung: Für wen sich ein Wechsel wirklich lohnt
In dem kommenden Jahr soll der Wechsel in die Private Krankenversicherung deutlich vereinfacht werden. In eine private Krankenkasse können in erster Linie Selbständige und Freiberufler wechseln, aber auch Beamte und Angestellte können unter bestimmten Voraussetzungen in die PKV wechseln. Diese Arbeitnehmer müssen im Moment die Versicherungspflichtgrenze von genau 49.950 Euro im Jahr übertreffen.
Allerdings sollte man sich so einen Wechsel sehr gut überlegen, denn einmal bei den Privaten versichert, kommt man nur sehr schwer wieder in die Gesetzliche Krankenversicherung zurück. Darum sollten sie auf keinen Fall überstürzt in die PKV wechseln und sich vorher umfassend informieren.
Besonders lohnt sich in Wechsel in eine der zahlreichen privaten Krankenkassen für Beamte, denn hier Zahlt der deutsche Staat im Moment noch die Beihilfe. Desweiteren lohnt sich der Wechsel in die PKV für junge und gesunde Single ohne Nachwuchs. Auch sollte in späteren Jahren kein Nachwuchs geplant sein, denn dann kann es unter Umständen sehr teuer werden, da jedes Familienmitglied einzeln versichert werden muss.
Eine Private Krankenversicherung für ein Kind liegt im Moment im Durchschnitt bei etwas mehr als 100 Euro. Bei der gesetzlichen Krankenversicherung im Gegensatz dazu gibt es eine Familienversicherung, wo das Kind kostenlos mitversichert wird. Der Ehepartner muss sich, falls er nicht angestellt ist entweder, gesetzlich oder bei einer privaten Krankenkasse versichern.
Bei einem Wechsel innerhalb der PKV ist allerdings auch Vorsicht geboten, denn ein Wechsel ist fast immer mit Verlusten verbunden. Die die bis dahin angesparten Altersrückstellungen gehen bei Verträgen vor 2009 vollständig und bei Verträgen ab 2009 immerhin noch teilweise verloren.
Auch sollte man bei einem Wechsel über eine gute bis sehr gute Gesundheit verfügen, sonst könnte es passieren dass man in die neue Krankenkasse nicht aufgenommen wird. Sollte man sich in einer Behandlung befinden, könnte die neue Krankenversicherung deutlich teurer werden, durch die sogenannten Risikoprämien.
Viele Selbstständige wählen zu Beginn ihrer Selbstständigkeit einen Tarif mit hoher Selbstbeteiligung. Wer also einen Tarif mit zum Beispiel einer Selbstbeteiligung von 600 Euro wählt, muss die ersten 600 Euro für Medikamente und Arztbesuche aus eigener Tasche bezahlen, bevor die private Krankenversicherung eine Rechnung übernimmt.
Desweiteren liest man bei privaten Krankenkassen des Öfteren das man am Ende des Jahres einen Monatsbeitrag oder mehr zurück erhält. Allerdings nur, wenn man da ganze Jahr nicht beim Arzt war bzw. die Kosten aus eigener Tasche gezahlt hat. Außerdem ist der Versicherer nicht verpflichtet diese Prämie auszuschütten. Da es in der Zwischenzeit viele Versicherer und unzählige Tarife gibt, sollten sie im Vorfeld einen PKV-Vergleich zu Rate ziehen.
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Tags: PKV, PKV-Vergleich, Wechsel PKV
Kategorie: Private Krankenversicherung
