Private Krankenversicherung: Für wen sich der PKV-Wechsel lohnt
Ein Wechsel in die Private Krankenversicherung lohnt sich in erster Linie für selbständige, ledige Singles ohne Kinder
Im nächsten Jahr soll es endlich soweit sein, der deutsche Gesetzgeber erleichtert den Wechsel von der Gesetzlichen in die Private Krankenversicherung. So müssen Beamte und Angestellte nicht mehr ganze drei Jahre auf einen Wechsel warten, ab dem kommenden Jahr reicht dann schon ein Jahr mit einem Jahreseinkommen von 47.250 Euro bzw. mehr als 3937,50 im Monat.
Desweiteren werden die Zusatztarife in den gesetzlichen Krankenkassen eingeschränkt, so werden die gesetzlichen Krankenkassen deutlich mehr Schwierigkeiten haben die Besserverdiener zu binden. Doch so einfach wie die Private Krankenversicherung es sich vorgestellt hat, wird es nun doch nicht. Denn viele gesetzlich Versicherten scheuen das hohe Kostenrisiko in der Privaten Krankenversicherung, den je älter man wird umso höher wird der Beitragssatz.
Die Bereitschaft zu einem Wechsel ist allerdings weiterhin ungebrochen, so können sich immer noch 25 Prozent der Deutschen einen Wechsel in die PKV vorstellen. Bei den Wechselwilligen handelt es sich in erster Linie um junge Leute. Diese potenziellen neuen Kunden reizen in erster Linie die besseren Leistungen in der Privaten Krankenversicherung.
In den Leistungen hat die Private Krankenversicherung natürlich ganz klare Vorteile, so bekommt man hier in den meisten Fällen die Chefarztbehandlung, teuer Zahnersatz und nicht selten fernöstliche Behandlungstherapien. Und das alles bekommt man schon ab ungefähr 200 Euro im Monat.
Bei Familien mit Kindern hat die PKV im Gegensatz zur Gesetzlichen Krankenversicherung ganz klar das nachsehen, denn in der Privaten muss jedes Familienmitglied einzeln versichert werden. Im Gegensatz zur GKV – hier werden die Kinder über die Eltern mitversichert. Ein weiterer Minuspunkt für die PKV: Sollten sie an chronischen Krankheiten leiden, könnte der monatliche Beitrag sehr schnell in die Höhe steigen oder sie werden erst gar nicht in die Private Krankenversicherung aufgenommen.
Auch sollten sie möglichst keinen negativen Eintrag in der Schufa haben, sonst könnte es auch passieren dass die Private Krankenkasse ihren Antrag ablehnt oder als Alternative müssen sie den Jahresbeitrag auf einmal zahlen. Desweiteren sollten sie bedenken: Einmal in der PKV immer in der PKV, ein Wechsel zurück in die GKV ist immer sehr schwierig.
Fazit: Ein Wechsel in die Private Krankenversicherung lohnt sich in erster Linie für junge, selbständige Singles ohne Kinder. Diese Personengruppe wird auch einen günstigen Tarif in der PKV bekommen, Familien und chronisch Kranke sollen sich im Gegensatz dazu einen Wechsel in die Private Krankenversicherung wohl überlegen. Denn hier können die Beiträge schnell den Kosten/Nutzeneffekt übersteigen.
Sollten sie dennoch mit dem Gedanken spielen in die PKV zu wechseln sollten sie im Vorfeld einen PKV-Vergleich
Ähnliche Beiträge:
- Private Krankenversicherung: Ein Wechsel in die PKV lohnend?
- Private Krankenversicherung: Verbraucherschützer warnen vor schnellem Wechsel
- Private Krankenversicherung: Für wen sich ein Wechsel wirklich lohnt
- Private Krankenversicherung: Einfacherer Wechsel in 2011
- Private Krankenversicherung: Familien mit Kindern sollten genau vergleichen
Tags: GKV, PKV, PKV-Vergleich
Kategorie: Private Krankenversicherung
