Private Krankenversicherung beendet 2010 mit positiver Bilanz
Die private Krankenversicherung hat das vergangene Jahr mit einer positiven Bilanz beendet. So wurden mehr Neukunden und höhere Altersrückstellungen verbucht. Auch die Zahl der Zusatzpolicen nahm weiter zu. Nur der Kostenanstieg im Gesundheitssystem bereitet weiter Sorge.
Die Reformen der vergangenen Jahre haben der privaten Krankenversicherung ordentlich zugesetzt. Nicht destotrotz konnte die private Krankenversicherung weiter zulegen. So konnte ein Anstieg der Neukunden und Altersrückstellungen verbucht werden. Einziges Sorgenkind ist und bleibt die Kostenentwicklung im deutschen Gesundheitswesen.
Trotz der drei- Jahres- Regelung zieht die private Krankenversicherung eine positive Bilanz und beendete das Jahr 2010 mit großem Optimismus. So konnte die PKV einen Zuwachs von ungefähr einem Prozent verbuchen. Aktuellen Zahlen zufolge sind mittlerweile knapp 9 Millionen Bundesbürger privat versichert. In diesem Jahr rechnet die private Krankenversicherung, durch den vereinfachten Wechsel, mit einem weiteren Anstieg der Neukunden.
Mehr Zusatzversicherungen verkauft
Auch bei den Zusatzversicherungen konnte die Krankenkassen wieder ordentlich punkten. Hier stieg die Zahl der neuen Versicherungen sogar um zwei Prozent auf knapp 22 Millionen Policen. Dabei legten hauptsächlich die Pflegezusatzversicherungen zu. So wurden im Jahr 2010 13,4 Prozent mehr Versicherungen verkauft, als im Jahr zuvor.
Durch die gestiegene Neukundenzahl ist auch die Höhe der Altersrückstellungen angewachsen. Sie lagen zum Jahresabschluss bei knapp 134 Milliarden Euro, wie es in einem aktuellen Medienbericht heißt. In der Pflegeversicherung betrugen die Rückstellungen zum gleichen Zeitpunkt 21,5 Milliarden Euro. Damit ergibt sich eine Summe von mehr als 155 Milliarden Euro, was einen Anstieg von mehr als 6,7 Prozent bedeutet.
Höhere Beiträge in der PKV und GKV
Nur der Kostenanstieg im Gesundheitswesen bereitet der privaten Krankenversicherung etwas Sorgen. Durch die höheren Ausgaben mussten viele private Krankenversicherungen ihre Beiträge anheben. Auch der gesetzlichen Krankenversicherung erging es nicht besser, sie musste zu Beginn dieses Jahres ihre Beiträge um 0,6 Prozent anheben und die Zusatzbeiträge nach Oben öffnen.
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