Praxisgebühr: Niedersachsen zahlten knapp eine Milliarde Euro an Krankenkassen
Deutsche mit 18 Ärztekontakten im Jahr auf Platz 1 weltweit
Die Mediziner in dem norddeutschen Bundesland Niedersachsen haben seit der Einführung der Praxisgebühr im Jahr 2004 ziemlich genau eine Milliarde Euro von ihren entsprechenden Patienten für die gesetzlichen Krankenkassen eingenommen. Wie ein zuständiger Sprecher der Kassenärztlichen Vereinigung des Bundeslandes Niedersachsen (KVN) am Dienstag dieser Woche in der Landeshauptstadt Hannover erklärte, zogen die niedersächsischen Hausärzte mindestens 71,7 Prozent der insgesamt ungefähr 972,5 Millionen Euro Gebühren ein.
Der restliche Betrag entfiel in erster Linie auf die speziellen Fachärzte. “Die Fallzahlen steigen seit 2004 kontinuierlich. Schließlich stehen die Deutschen mit jährlich 18 Arztkontakten weltweit an der Spitze”, teilte der amtierende Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen, Eberhard Gramsch in einer Stellungnahme mit. Die vor wenigen Jahren eingeführte Praxisgebühr habe also die norddeutschen Patienten nicht davon abgeschreckt, zum Mediziner zu gehen.
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