PKV-Vergleich: Ein Wechsel in die PKV sollte gut überlegt sein
Ein schneller Wechsel könnte sich schnell rächen
Den ziemlich genau 51 Millionen Mitgliedern der Gesetzlichen Krankenversicherung will der amtierende Bundesgesundheitsminister Dr. Philipp Rösler (FDP) tief in die Tasche greifen: Im kommenden Jahr sollen die Beiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung auf 15,5 Prozent erhöht werden.
“Damit nicht genug, die Krankenkassen selbst sollen künftig mehr noch als jetzt schon Zusatzbeiträge erheben können”, teilte Lilo Blunck vom Bund der Versicherten in einem aktuellen Interview mit. Und schon locken die Privaten Krankenversicherungen mit vielversprechenden Offerten und angeblich sehr günstigen Krankenversicherungsschutz.
Besonders ansprechbar und als Zielgruppe wohl interessant sind in erster Linie junge Selbstständige ohne Kinder. “Doch sobald Nachwuchs kommt, wird es in diesem Fall auch teuer. Denn anders als die gesetzlichen Krankenversicherung kennen die Privaten Krankenkassen keine beitragsfreie Mitversicherung beispielsweise für Kinder”, betonte Blunck am Donnerstag weiter.
Desweiteren sei auf jeden Fall zu beachten, dass sich die entsprechenden Beiträge für die private Krankenversicherung nicht am Einkommen des Mitglieder orientieren, sondern sie werden anhand einer Reihe von persönlichen Voraussetzungen dann ganz genau berechnet. Bei gleich hohem Leistungsniveau wie in der Gesetzlichen Krankenversicherung können die Kosten für Mitglieder der Privaten Krankenversicherung im Alter teilweise bis zur Unbezahlbarkeit anwachsen.
Aus diesem Grund sollten gesetzlich Versicherte, die aufgrund der kommenden Beitragserhöhungen in eine private Krankenkasse wechseln wollen, sich diesen Schritt sehr gut überlegen. Ein schneller Wechsel zu den Privaten kann sich schon bald, spätestens mit fortgeschrittenen Alter bitter rächen. Zumindest wenn die Leistungen bei der privaten Krankenkasse nicht abgespeckt werden sollen.
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Kategorie: Private Krankenversicherung
