Lungenkrebs: Rauchen am Morgen erhöht das Risiko
Erhöhte Cotinin-Spiegel durch das schädliche Rauchen deuten auf jeden Fall nicht nur auf ein größeres Risiko für Lungenkrebs hin
Raucher, die sich ihre erste “Kippe” am Tag direkt nach dem Aufstehen anstecken, haben offensichtlich ein besonders hohes Risiko an Lungenkrebs zu erkranken. Darauf weist die Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP) in der deutschen Stadt Werne unter Berufung auf eine aktuelle US-amerikanische Untersuchung hin.
“Zu welchem Zeitpunkt nach dem Aufstehen die erste Zigarette geraucht wird, gibt Auskunft über das Ausmaß der Nikotinabhängigkeit des betreffenden Rauchers”, teilt Dieter Köhler vom wissenschaftlichen Beirat der DGP am Donnerstag der laufenden Woche in einer aktuellen Stellungnahme mit. Die US-amerikanischen Wissenschaftler hätten nun eindeutig nachgewiesen, dass sich dies auf jeden Fall auch physiologisch auswirke.
Je eher Raucher zur ersten Zigarette am Tag griffen, desto höher sei der Gehalt des Nikotinabbauprodukts Cotinin im menschlichen Blut und Urin, erklärte Köhler am Donnerstag weiter. “Erhöhte Cotinin-Spiegel durch das schädliche Rauchen deuten auf jeden Fall nicht nur auf ein größeres Risiko für Lungenkrebs hin, sondern – wie wir aus weiteren Studien längst wissen – auch auf weitere Krebsarten insbesondere im Mund-, Kehlkopf- und Kopfbereich”, erklärte er zum Abschluss der Stellungnahme.
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