Krankenkasse: Künstliche Befruchtungen werden weiter nur mit 50 Prozent übernommen

Schwarz-gelbe Bundesregierung lehnt Vorstoß des Bundesrates ab

Saarbrücken. Es gibt wieder schlechte Nachrichten für deutsche Paare mit unerfülltem Kinderwunsch: Bei einer künstlichen Befruchtung werden sie auch in Zukunft die Hälfte der anfallenden Kosten übernehmen müssen. Wie die deutsche Tageszeitung “Saarbrücker Zeitung” (heutige Ausgabe) mitteilt, hat die deutsche Bundesregierung jetzt dem Bundesrat eine klare Absage erteilt, die komplette Kostenübernahme durch die gesetzlichen Krankenkassen wieder einzuführen.

Bereits im Jahr 2008 hatte die Länderkammer auf Initiative der deutschen Bundesländer Saarland, Sachsens und Thüringens von der deutschen Bundesregierung gefordert, die seit dem Jahr 2004 geltenden Regelungen wieder zurückzunehmen. Die gesetzliche Krankenversicherung übernimmt seit diesem Zeitpunkt maximal 50 Prozent der anfallenden Kosten für höchstens drei Versuche.

Desweiteren haben nur weibliche Personen im Alter zwischen 25 und maximal 40 Jahren sowie männliche Personen zwischen 25 und höchstens 50 Jahren Anspruch auf eine anteilige Kostenübernahme. Die Zahl der künstlichen Befruchtungen seien durch die neue Regelung um ungefähr die Hälfte gesunken, hatte die Länderkammer mitgeteilt.

In der nun aktuellen Stellungnahme der schwarz-gelben Regierung heißt es laut der deutschen Tageszeitung, die Wiedereinführung der kompletter Kostenübernahme “ist derzeit nicht geplant”. Die Maßnahme habe in erster Linie auch dazu gedient, die entsprechenden Ausgaben im Bereich der versicherungsfremden Leistungen nicht “ausufern zu lassen.”

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