Krankenakssen sparen weiter bei den Medikamentenausgaben
Die Krankenkassen geben immer weniger für Medikamente aus. So lag die Ersparnis deutschlandweit bei ungefähr fünf Prozent. Allerdings verursacht die Mehrwertsteuer immer noch hohe Kosten. Medikamentenausgaben sind neben Krankenhausleistungen die größten Kostentreiber in der gesetzlichen Krankenversicherung.
Dank des Herstellerrabatts für Medikamente von 16 Prozent sparen die gesetzlichen Krankenkassen immer mehr Geld. Im Durchschnitt sind die Ausgaben für Medikamente Deutschlandweit um mindestens fünf Prozent gesunken. Im ersten Halbjahr 2011 zahlten die gesetzlichen Krankenkassen etwa 13,3 Milliarden Euro für Medikamente. Medikamentenausgaben sind in der gesetzlichen Krankenversicherung der zweithöchste Kostenfaktor nach den Krankenhausleistungen.
Der Löwenanteil der Medikamentenausgaben geht laut den gesetzlichen Krankenkassen auf die Mehrwertsteuer zurück. So betrug die Mehrwertsteuer für Medikamente allein im Bundesland Sachsen 140 Millionen Euro. Dieses Geld wird allerdings dringend für die medizinische Versorgung benötigt. Darum appellieren die Krankenkassen immer wieder an den Gesetzgeber für Medikamente wenigstens den ermäßigten Steuersatz einzuführen.
Krankenkassen in Sachsen verbuchen Rückgang von 4,7 Prozent
Aber auch in Sachsen gingen die Medikamentenausgaben weiter zurück, in den ersten sechs Monaten mussten die gesetzlichen Krankenkassen in Sachsen etwa 876 Millionen Euro für Arzneimittel ausgeben, das entspricht einem Rückgang von 4,7 Prozent. Damit liegt das Land knapp unter dem deutschlandweiten Durchschnitt. In Hessen hingegen betrug der Rückgang 5,5 Prozent.
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