Keine gesammelten Muscheln verzehren
Muscheln nur in erhitztem Zustand essen
Oldenburg. Das Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES) des norddeutschen Bundeslandes Niedersachsen hat vor dem Verzehr selbst gesammelter Miesmuscheln und Austern aus dem Wattenmeer gewarnt. Die Muscheln und Austern könnten unter Umständen mit Algentoxinen belastet sein, die wegen ihrer Hitzebeständigkeit nicht durch Kochen unschädlich gemacht werden können, betonte die zuständige Behörde am Donnerstag der laufenden Woche in der Stadt Oldenburg mit. Eine amtliche Überwachung sei aus diesem Grund auch auf jeden Fall dringend notwendig.
Im deutschen Einzelhandel erhältliche Miesmuscheln und Austern deutscher Herkunft stammen den aktuellen Angaben zufolge aus zugelassenen und überwachten Erzeugungsgebieten. Da Muscheln ihre Nahrung aus dem Wasser des Meeres filtrieren, können sie dort auch diverse Krankheitserreger, Schadstoffe und Toxine aufnehmen. Ihre Qualität wird aus diesem Grund durch das Cuxhavener Institut für Fische und Fischereierzeugnisse des LAVES sehr streng untersucht, wie es weiter hieß.
Generell sollten die deutschen Verbraucher auch bei gekaufter Ware jedes Mal auf die Frische der Produkte achten, da Miesmuscheln und Austern wegen des hohen Anteils von Protein sehr leicht schlecht werden. Desweiteren sollten Muscheln lediglich in erhitztem Zustand gegessen werden. Damit könnten eventuell vorhandene bakterielle und virale Krankheitserreger auf jeden Fall abgetötet werden.
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