Gesundheitskurse Migranten: Direktes Ansprechen notwendig
Migranten erreicht am besten wenn man sie in einer Gruppe anspricht
Migranten im fortgeschrittenen Alter nehmen meist nur dann an Gesundheitskursen teil, wenn sie von Mitarbeitern der Unternehmen und Krankenkassen direkt angesprochen werden. Angebote in Zeitungen oder Flugblätter bringen im Gegensatz dazu recht wenig. Das haben Wissenschaftler am Institut für Gerontologie an der TU Dortmund jetzt herausgefunden.
Seit dem Jahr 2008 befragten die deutschen Wissenschaftler ältere Einwanderer zu ihrem derzeitigen Gesundheitsverhalten. Bei dieser Umfrage zeigte sich, dass Migranten am schellsten erreicht werden, wenn man sie persönlich über eine Gruppe anspricht. Bei diesem sogenannten “setting-Ansatz” geht man auf Ältere an einem vertrauten Ort zu, den sie in regelmäßigen Abständen immer wieder besuchen. Als Beispiele nennen die westdeutschen Wissenschaftler in erster Linie Begegnungszentren oder Vereine. Die Migranten hatten im Anschluss die Möglichkeit, an zum Beispiel Yoga- und Schwimmkursen oder am Singen im Chor teilzunehmen.
Eine große Gemeinsamkeit haben Migranten mit der restlichen Bevölkerung in der Bundesrepublik Deutschland: Für Angebote rund um Gesundheit sind weibliche Personen eher ansprechbar als ihre männlichen Kollegen. Diese machen sich in vielen Fällen erst dann Gedanken über ihre Gesundheit, wenn sie schon krank oder es schon viel zu spät ist. Männliche Migranten sind der aktuellen Studie zufolge am schwierigsten zu erreichen, berichten die Wissenschaftler in dem bekannten Wissenschaftsmagazin “mundo”.
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Kategorie: News
