Gesundheitskarte: Krankenkassen wehren sich gegen Strafen in Millionenhöhe
Gesundheitskarte könnte zu Chaos in den deutschen Arztpraxen führen
Die gesetzlichen Krankenkassen wehren sich offensichtlich gegen die Pläne von dem amtierenden Bundesgesundheitsminiser Philipp Rösler (von der FDP) zur Einführung der elektronischen Gesundheitskarte.
Die Vorsitzende des Spitzenverbands der gesetzlichen Krankenkassen, Doris Pfeiffer, bat den Minister Rösler laut einem aktuellen Bericht der deutschen Tageszeitung “Die Welt” dringend, die aktuellen Pläne wieder fallen zulassen. Der Zeitung zufolge will der FDP-Politiker Rösler die gesetzlichen Krankenkassen zwingen, die Karte bis Ende des kommenden Jahres an mindestens zehn Prozent der entsprechenden Mitglieder auszugeben. Andernfalls müssten die gesetzlichen Krankenkassen Geldstrafen in Millionenhöhe zahlen.
Die Pläne des Bundesgesundheitsministers sind unwirtschaftlich
Pfeiffer betonte in ihrer aktuellen Stellungnahme, Röslers Pläne seien in erster Linie unwirtschaftlich, die Strafen für die Krankenkassen des Weiteren völlig unverhältnismäßig. Es drohe Chaos in den deutschen Arztpraxen weil nicht alle deutschen Mediziner ein entsprechendes Lesegerät hätten. Sollten Röslers Pläne tatsächlich in die Tat umgesetzt werden, könnten Mitglieder der Gesetzlichen Krankenversicherung mit neuer Karte auf einen Mediziner treffen, der kein Lesegerät habe.
Die Mitglieder der gesetzlichen Krankenversicherung müssten aus diesem Grund immer zwei Karten in der Tasche haben. Würden die derzeitigen technischen Anforderungen allerdings noch verändert, wären ausgegebene Karten der Krankenkassen völlig wertlos. Das könne unter Umständen bis zu 50 Millionen Euro kosten. Die Höchststrafe der geplanten Strafen beziffert sie auf ziemlich genau 178 Millionen. Euro. Würden diese Strafen fällig, müssten die gesetzlichen Krankenkassen Stellen abbauen.
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