Gesetzliche Krankenversicherung: KBV weist Einkommensberechnung der Krankenkassen zurück
Kassenärztliche Bundesvereinigung weißt Vorschlag der gesetzlichen Krankenkassen wieder scharf zurück
Als “nicht nachvollziehbar”, hat die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) am Donnerstag der laufenden Woche aktuelle “interne Berechnungen” des zuständigen Spitzenverbandes der gesetzlichen Krankenkassen bezeichnet, nach der niedergelassene Mediziner in der Bundesrepublik Deutschland mit ihren entsprechenden Praxen einen Reinertrag von durchschnittlich ziemlich genau 164.000 Euro im Jahr erwirtschaften. Diese Zahl hatte die Frankfurter Rundschau in ihrer Ausgabe vom vergangenen Donnerstag veröffentlicht.
Der Reinertrag der deutschen Mediziner ist nach dem aktuellen Bericht in ungefähr mit dem Bruttogehalt der deutschen Arbeitnehmer vergleichbar. Die deutschen Ärzte müssten davon noch diverse Steuern zahlen sowie die Beiträge für die Altersvorsorge und die gesetzliche oder private Krankenversicherung. Bereits abgezogen seien allerdings Ausgaben für zum Beispiel Personal, Mieten, Betriebskosten sowie für Kreditzinsen.
Unsere aktuellen Berechnungen belegen, dass Mediziner mit ihrer vertragsärztlichen Tätigkeit ungefähr 174.000 Euro pro Jahr erwirtschaften. Davon gehen jedoch die Betriebskosten der Praxis, Steuern und die eigenen Sozialabgaben für die gesetzliche oder private Krankenversicherung Rente noch ab, erklärte der zuständige Pressesprecher der Kassenärztlichen Bundesvereinigung Roland Stahl in einer Stellungnahme. Allein die entsprechenden Praxis-Betriebskosten summierten sich auf durchschnittlich ziemlich genau 102.000 Euro.
“Aus der vertragsärztlichen Tätigkeit ergibt sich so ein durchschnittliches Nettoeinkommen von 2.400 Euro pro Monat”, betonte der Sprecher Stahl weiter. Der Sprecher sagte, die Kassenärztliche Bundesvereinigung weise die aktuelle Forderung des Spitzenverbandes der gesetzlichen Krankenversicherung noch einer Honorarkürzung von 2,5 Prozent wieder scharf zurück. “Das würde den Ärztemangel weiter verschärfen, Praxen in die Insolvenz treiben und so die Rationierung fördern”, betonte der in einem aktuellen Gespräch.
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Kategorie: Gesetzliche Krankenversicherung
