Bürgerversicherung: Linken stellen neue Studie vor
Die Linken wollen im Zuge der Bürgerversicherung die Deckelung der Höchstbeträge zur gesetzlichen Krankenversicherung abschaffen. Des Weiteren sollen Miet- und Zinseinkünfte angerechnet werden. Ein weiterer entscheidender Bestandteil der Linken- Bürgerversicherung: Alle sollen in die Bürgerversicherung einzahlen. Im Gegenzug sollen Zusatzbeiträge und Zuzahlungen abgeschafft werden und der Beitrag soll für zehn Jahre stabil bei 10,5 Prozent liegen.
Es gibt mal wieder einen neuen Vorschlag der Linken zum Thema Bürgerversicherung. Aber wirklich ernst nehmen kann man diesen Vorschlag nicht, dafür weißt er viel zu viele Lücken auf, auf die selbst die Linken keine Antwort haben. So haben die Linken eine Studie zum Thema gesetzliche Krankenversicherung in Auftrag gegeben.
Die Schlagzeile der Studie klingt erst einmal vielversprechend: So wollen die Linken den Beitrag zur gesetzlichen Krankenversicherung dauerhaft auf 10,5 Prozent senken und dies soll Bestand haben bis zum Jahr 2020 und das sogar bei Abschaffung der Zusatzbeiträge und der Zuzahlungen. Aber jetzt kommen die diversen „aber“ zur Bürgerversicherung der Linken.
In Bürgerversicherung sollen auch Gutverdiener, Beamte und Selbstständige einzahlen
So sollen alle Bundesbürger in das System der gesetzlichen Krankenversicherung einzahlen, auch Gutverdiener, Beamte und Selbstständige. Private Krankenversicherungen sollen sich dann nur noch auf Zusatzversicherungen beschränken. Doch ob das die privaten Krankenversicherungen ohne jegliche Gegenwehr hinnehmen werden ist genauso fraglich. Besonders die Privatversicherten werden dagegen Sturm laufen, weil sie die Vorteile der privaten Krankenversicherung zu schätzen wissen.
Des Weiteren soll die Deckelung der Höchstbeiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung abgeschafft werden. Das heißt im Klartext: Im Moment liegt der Höchstbetrag zur gesetzlichen Krankenversicherung bei gut 575 Euro, egal ob der Arbeitnehmer 50.000 Euro im Jahr verdient oder 5 Millionen. Dies will die Linke nun abschaffen, aber wäre das dann auch gerecht?
Relation in Bürgerversicherung fehlt
Stellen wir uns dies mal in der Realität anhand von Karl Albrecht vor. Der Aldi- Gründer verdient im Jahr ungefähr 25 Millionen. Würde der Manager jedes Jahr brav seine gut 10,5 Prozent Krankenversicherung bezahlen, würde er das System der Krankenversicherung mit 2,5 Millionen Euro speisen und das Jahr für Jahr. Doch wo bleibt dort die Relation zwischen Leistungserbringer und Leistungsnehmer. Für diesen Betrag könnte sich der Aldi- Gründer locker eine ganze Schar von Ärzten leisten können.
Außerdem hat die Linke vor, zur Berechnung des Beitrages zur gesetzlichen Krankenversicherung, Miet- und Zinseinkünfte anzurechnen. Die Frage hierbei ist nun wiederrum, was passiert wenn die Wohnung mehrere Monate leersteht oder ein Anleger Verluste an der Börse erleidet. Darf er dann im Nachhinein die Kosten zur gesetzlichen Krankenversicherung zurückverlangen.
Linke sollte Vorschlag zur Bürgerversicherung nochmal überdenken
Und vor allem wer will die Zinseinkünfte der Bundesbürger nachprüfen. Dafür müssten die Arbeitgeber mit den Finanzämtern zusammenarbeiten. Ein weiteres Problem, nicht alle Arbeitnehmer geben eine Steuererklärung ab, somit kann das Finanzamt auch nicht nachverfolgen, wer über welche Zinseinkünfte verfügt. Auf all diese Fragen blieb die Linke bis jetzt allerdings eine Antwort schuldig.
Ganz zu schweigen davon, dass der Vorschlag nur eine Verschiebung des Problems bedeuten würde. Denn auch Gutverdiener und Selbstständige werden älter und brauchen dann teure Therapien. Dann hätten wir das gleiche Problem wie heute, nur dass es mehr Menschen betreffen würde. Fazit: Der Vorschlag der Linken sollte dringend noch mal überarbeitet werden.
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Tags: Bürgerversicherung, featured, gesetzliche Krankenversicherung, Linke
Kategorie: Gesetzliche Krankenversicherung
