Ärzte ohne Grenzen warnt Geberländer vor Rückzug aus der Bekämpfung gegen Aids
In der Demokratischen Republik Kongo musste die Zahl neuer Patienten für eine antiretrovirale Therapie auf ein Sechstel reduziert werden
Die weltweit bekannte Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen hat die globale Gebergemeinschaft ein weiteres Mal davor gewarnt, sich weiter aus dem anhaltenden Kampf gegen HIV/Aids zurückzuziehen.
“Neun Millionen Personen auf der ganzen Welt haben immer noch keinen Zugang zu lebensrettenden Medikamenten”, betonte Mit Philips, zuständige Gesundheitspolitikexpertin der Hilfsorganisation am Donnerstag der laufenden Woche bei der Vorstellung des aktuellen Berichts “No time to quit: HIV/Aids treatment gap widening in Africa”. Der aktuelle Rückzug der Geberländer drohe nun, all die bis heute errungenen Erfolge zu untergraben, die in den vergangenen Jahren mit viel Mühe erzielt wurden.
Nachdem im letzten und diesem Jahr bereits genehmigte Länderzuschüsse um ungefähr acht bis zwölf Prozent weiter reduziert worden waren, sähen sich die entsprechenden Finanzierungsorganisationen im Kampf gegen HIV/Aids in der heutigen Zeit mit einem großen Finanzierungsdefizit konfrontiert.
In Ländern wie zum Beispiel Südafrika, Uganda und in der Demokratischen Republik Kongo hätten die derzeitigen Kürzungen bereits verheerende Auswirkungen. “In der Demokratischen Republik Kongo musste die Zahl neuer Patienten für eine antiretrovirale Therapie auf ein Sechstel reduziert werden”, teilte die Hilfsorganisation am Donnerstag in einer aktuellen Stellungnahme mit.
Keine ähnlichen Beiträge gefunden.
Tags: Aids, Krankenkasse, Krankenkassen
Kategorie: News
