Aids-Konferenz 2010: Harsche Kritik an Regierungen vor Beginn der Konferenz
Vorsitzender wirft Politikern Gleichgültigkeit gegenüber der Lage in ihrem Land vor
Der zuständige Präsident der globalen Aids-Gesellschaft hat mit Blick auf die entsprechende Behandlung der Immunschwächekrankheit einen mangelnden politischen Willen beanstandet.
Politiker stellten in der Zwischenzeit nicht sicher, dass jede infizierte Person behandelt werde, erklärte Julio Montaner am Sonntag der laufenden Woche kurz vor Eröffnung der internationalen Aids-Konferenz in der österreichischen Stadt Wien, deren Vorsitzender er ist. Die Gruppe der acht entscheidenden Industriestaaten (G-8) habe es desweiteren auch versäumt, ihr Versprechen über einen universellen Zugang zu Aids-Arzneimittel umzusetzen, erklärte er am Sonntag weiter.
Den Regierungen einiger Staaten in der Europäischen Union warf der Vorsitzende desweiteren Gleichgültigkeit gegenüber der Lage in ihrem Land vor. Ihr Fehlen bei der Konferenz in der österreichischen Stadt Wien sei unverantwortlich und grenze schon fast an Fahrlässigkeit, betonte Montaner in einer Stellungnahme weiter.
An der Konferenz AIDS diesen Jahres nehmen dieses Mal tausende Experten, Aktivisten und nicht zuletzt politische Entscheidungsträger teil. Es handelt sich in der Zwischenzeit um das 18. Treffen dieser Art, das vorherige fand im Jahr 2008 in der Stadt Mexiko-Stadt statt.
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